Unverhofft in Sao Paulo
Und da wartet die Ueberraschung. Obwohl Sao Paulo von den meisten Reisenden ignoriert wird, praesentiert sich die Stadt als durchaus sehenswert. Wir finden eine pulsierende Metropole vor, die Altes und Neues eindrucksvoll vereint. Quirlige Einkaufsstrassen, Parks und Fussgaengerzonen, Kirchen und historische Gebaeude reihen sich entlang unseres Rundgangs.
Vom 52. Stock des Edifizio Italia hat man einen grandiosen Blick auf die Hochhaeuser der Downtown. Gaukler und fanatische Prediger ziehen allerorten die Passanten in ihren Bann. Strassenhaendler verkaufen alles und jedes - und verschwinden blitzschnell, sobald die Polizei ins Viertel kommt.Und im Viertel der Nipo-Brasilheiros bekommt man einen Eindruck von der Subkultur der Einwanderer aus Japan (Sao Paulo hat mit mehr als 1 Mio. Menschen die groesste japanische Gemeinde ausserhalb von Japan).
Insgesamt also bereue ich diese unverhoffte Begegnung mit der groessten Stadt Brasiliens keineswegs, dennoch bin ich froh, als am Abend dann endgueltig Heimreise angesagt ist.


















Ganz anders gestaltet sich ein Besuch am Corcovado. Hier faehrt man zuerst mal fast eine halbe Stunde mit der Zahnradbahn mitten durch die Auslaeufer des Atlantischen Regenwaldes, der in Rio ja bis mitten in die Stadt hineinreicht. Schon das ist nicht zu verachten. Dann geht es mit Aufzug und Rolltreppen hinauf zur Aussichtsplattform mit dem "Cristos Retendor" (fuer die Sportlichen gibt es natuerlich auch Treppen). Und dann steht man erst mal vor der ueber 30m hohen Statue, was schon nicht wenig beeindruckt. Doch dann bleibt einem der Mund offen vor Staunen. Ein Panoramarundblick ueber ganz Rio und seine Umgebung wird geboten, wer da nicht voller Staunen und Begeisterung verstummt, dem ist nicht mehr zu helfen. Immer wieder gehe ich rundum, suche verschiedene Fixpunkte in der Landschaft, mache unzaehlige Fotos und schaue, schaue, schaue. Erst als die Sonne niedersinkt und ein kuehler Wind blaest, steige ich wieder in den Zug.











